Ein Krater im Wörth-Garten

So mancher wird sich vielleicht schon über die große Grube im Wörth-Garten gewundert haben. Es handelt sich hier nicht um einen neuen Teich, obwohl das sicher auch ein schönes Element für den Garten wäre. Es ist: ein Kraterbeet.

Hintergrund des Erdaushubs ist, dass wir auch als temporäre Nutzer/innen den auf dem Gelände geltenden Hochwasserschutz beachten müssen. Das ist uns mit dieser Senke nun gelungen. Sie schafft Ausgleich für das Retentionsvolumen, das unsere Beete auf dem Gelände gerade blockieren. Wir öffnen damit aber zugleich ein völlig neues Themenfeld: Gärtnern im Klimawandel.

Kraterbeet Bilder
Die Herbstsalate sind schon ins Kraterbeet eingezogen

Wir haben die neue Senke genutzt, um ein sogenanntes Kraterbeet anzulegen. Das ist ein tiefergelegtes Pflanzbeet, bei dem der Innenbereich durch die Absenkung und die umrandende Bepflanzung vor Wind und Austrocknung geschützt wird. Zudem finden frostempfindliche Gemüsepflänzchen hier schon im zeitigen Frühjahr einen sicheren Raum im Freien.

Die Bäumler

Wer mehr zum Bau eines Kraterbeetes wissen möchte, kann das hier auf der Website des BUND nachlesen.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht mal wieder an die Bäumler, die uns durch ihren großzügigen Einsatz mit Manpower, Bagger und LKW dieses tolle neue Beet beschert haben. Und es uns zugleich ermöglicht haben, die Hochwasserauflagen zu erfüllen. Ihr seid klasse!

Wir sind gespannt, wie sich unser Beet entwickeln wird. Hierzulande ist diese Methode noch nicht sehr verbreitet. Aber mit den zunehmend heißen Sommern und der Wasserknappheit, die wir ja nun auch hier mehr und mehr spüren, müssen wir davon ausgehen, dass wir unsere gärtnerischen Praktiken an den Klimawandel anpassen müssen.

Kommt deshalb gerne regelmäßig vorbei und beobachtet, wie sich das Beet entwickelt. In ungefähr einem Jahr werden wir hier einen ersten Erfahrungsbericht veröffentlichen.

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